1914 – Mitten in Europa – Ausstellung in der Zeche Zollverein

1914 – Mitten in Europa: Ich hatte wenig Ahnung

Wochenlang habe ich jeden Morgen beim Warten auf die S-Bahn das Plakat zur Ausstellung „1914 Mitten in Europa“ in der Zeche Zollverein gesehen. Und es hat mich sehr interessiert. Es gab nur ein Problem, mein Wissen zum 1. Weltkrieg war ungefähr so: „In Sarajevo ist jemand erschossen worden, dieser Franz Ferdinand, oder? Ach heißt deswegen die Band so? Und dann ja, also deswegen ist dann irgendwie der Krieg ausgebrochen. Der war lang und grausam. Das war so 1914 ungefähr. Die Soldaten hatten da Gasmasken an. Und Deutschland war alles schuld.“

Bildung muss her!

Peinlich, peinlich. Und vor allem kann man so nicht in die Ausstellung gehen, da bekommt man ja nichts mit. Also musste ein Schnellbildungsprogramm her und siehe da, es ist ganz einfach. Zuerst haben wir die Doku „Die Urkatastrophe – Der 1. Weltkrieg“ aus der Reihe „Reich und Republik – Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart“ geguckt. Dauert 29 Minuten, kostet bei iTunes nur Einsfuffzich und hat schonmal einen guten, groben Überblick gegeben.

Das hat mir aber noch nicht gereicht und so habe ich diesen engagierten jungen Mann gefunden, der das Ganze noch einmal auf eine wesentlich lockerere Art zusammenfasst:

Dass die Fakten in beiden Filmen die gleichen waren, hat Vertrauen geschaffen und so konnte ich in ca. einer Stunde mein nicht vorhandenes Wissen um die bestehenden politischen Bündnisse, den Verlauf des Kriegs, die Weiterentwicklung der eingesetzten Ausrüstung und Waffen, die Herkunft des Ausdrucks 08/15, die Bedeutung des Wortes Stellungskrieg, den groben Inhalt des Versailler Vertrags und und und… erweitern.

Die Ausstellung

1914 Mitten in Europa - Ausstellung zum ersten Weltkrieg in der Zeche Zollverein

Mit diesem Hintergrundwissen war die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ dann wirklich sehr interessant und vor allem informativ. Und um trotz neu erlangten Wissens nicht ratlos vor irgendwelchen Gegenständen zu stehen, haben wir auch die Führung mitgemacht, die echt toll war. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober zu sehen. Lohnt sich!