A real Pain

A Real Pain begleitet zwei ungleiche Cousins, die sich nach dem Tod ihrer jüdischen Großmutter von New York aus auf eine Reise nach Polen begeben. Anfangs ein familiärer Erinnerungstrip, entwickelt sie sich zunehmend zu einer Konfrontation mit den historisch-familiären Wunden. Der Film behandelt Trauer, Schuld, Identität und Menschlichkeit, ohne dabei je pathetisch zu werden.

Jesse Eisenberg und Kieran Culkin bilden dabei ein perfekt abgestimmtes Duo: Eisenberg spielt seine Figur kontrolliert, angespannt und oft innerlich überfordert, während Culkin mit scheinbarer Lässigkeit und brüchigem Charme emotionale Tiefe erzeugt. Gerade im Zusammenspiel entfaltet sich eine subtile Komik, die das schwere Thema aber nie verharmlost. Der Humor ist leise und verstärkt so die emotionale Wirkung. Ein kluger, berührender Film, dem perfekt gelungen ist, was Treasure vergeblich versucht hat.


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