Alle Rassisten sind Arschlöcher. Überall.*

Die Initiative Pro NRW bzw. Pro Köln spricht auf ihrer Website von einem phänomenalen Erfolg und einer historischen Stunde. Genau wie bei der Anti-Atom-Demo in Münster liegt die Angabe der Teilnehmerzahl ca. doppelt so hoch wie bei Medien, die entgegengesetzt orientiert sind. Liegt wohl in der Natur der Sache. Leider war ich live nicht dabei, sondern habe nur ein bisschen Berichterstattung gesehen. Schade. Aber wie ich hier und da gelesen habe, hätten die Polizisten mich ja nichtmal mit einer Trillerpfeife zum Ort des Geschehens gelassen. Kuriose Sache. Die einen dürfen ihr rechtspopulistisches Gedankengut verkünden, die anderen werden davon abgehalten, vor Ort dagegen zu protestieren.

Wenn jemand eine Veranstaltung abhält, die von der Bevölkerung so verurteilt wird, dass man Ausschreitungen bei Protesten befürchten muss, ist man anscheinend gezwungen, die Protestierenden abzuhalten und die Besucher der Veranstaltung zu beschützen. Kommt mir auf den ersten Blick etwas absurd vor. Und leider sind die Proteste abseits ohne Gegner damit irgendwie zu einer leicht naiv anmutenden Gutmensch-Party geworden.

*Geniales Plakat, das ich im Fernsehen gesehen habe. Denn der ausgelutschte Spruch „Alle Menschen sind Ausländer. Fast überall.“ entlockt den Menschen wohl meist leider nur noch ein Gähnen.