Berlinale-Tagebuch 2026

Berlinale Tag 9

Samstag, 21. Februar

Im Halbschlaf Richtung Ziellinie

Hallelujah, ich bin ausgeschlafen! Und das ist auch absolute Vorraussetzungen für die letzten beiden Tage. Schlanke neun Filme stehen noch auf dem Programm, bis in der Nacht zum Montag der letzte Abspann für uns läuft.

Den Anfang machte Where to? Ein deutsch-israelischer Film über einen palästinensischen Taxifahrer mit Nachtschichten in Berlin. Der war sehenswert, rührend menschlich und teilweise unheimlich witzig („Ich sag jetzt einfach Jihad!“).

Nach einem Teller Nudeln in Wettessen-Geschwindigkeit ging es in eine ganz neue Location: Die Deutsche Kinemathek. Leider hatten wir keine Gelegenheit, uns da umzuschauen, weil wir recht spät dort angekommen sind und nach dem Film direkt herausgescheucht wurden. Und der Film… puh. Lange, ruhige Einstellungen, keine Erklärungen, viel Natur… Augen aufhalten war eine Herausforderung und ich habe sie nicht gemeistert.

Ein großer Kaffee und ein Vitamin-C-Smoothie müssen es dann richten: Es kommen noch zwei wichtige und vermutlich richtig gute Filme in der Uber Eats Music Hall und wir haben Freunde dabei, neben denen ich ungern einschlafen möchte.

Es klappt! Sowohl den großartig nostalgischen The only living Pickpocket in New York, als auch den großartig verstörenden Josephine kann ich wach und aufmerksam verfolgen. Und statt einer langen, langen S-Bahn-Fahrt vom Osten in den Westen, werden wir sogar noch „nach Hause“ gefahren. Das ist gut, denn es wird trotzdem 1:00 und morgen klingelt der Wecker für den Endspurt um 7:30 Uhr.

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