Berlinale-Tagebuch 2026

Berlinale Tag 6

Mittwoch, 18. Februar

Alles wird gut

Der Morgen beginnt mit einem wunderschönen Winterspaziergang an der Spree. Ich habe einen Kaffee in der Hand, der erst mal die fehlenden zwei, drei Stunden Schlaf ersetzen soll und es geht zum Haus der Kulturen der Welt, dem schönsten Gebäude unter den Spielstätten. Dort beobachten wir in Dust zwei Belgier dabei, wie sie ihre letzten 24 Stunden in Freiheit verbringen, denn sie haben ihre Tech-Firma mit kriminellen Mitteln an der Börse boomen lassen. Hier hat mir besonders der „Nichts-ist-automatisch!“-Monolog des Programmierers gefallen, weil die Wertschätzung der Softwareentwicklung so oft zu kurz kommt („Die App kostet ja 8,99 €! Frechheit, das bezahle ich nicht!“).

Ich verstehe Ihren Unmut war zum Glück etwas stressig, denn den durften wir im Cinemaxx zurückgelehnt und mit den Beinen in der Waagerechten sehen. Gebäudemanagerin Heike hat sich aber so tapfer am Rande des Nervenzusammenbruchs durch ihren Joballtag gekämpft, dass ich tatsächlich die ganze Zeit wach geblieben bin.

Nicht so danach im Zoopalast. Der extrem ruhige (und meiner Meinung nach leider auch ziemlich sinnlose) koreanische Schwarzweißfilm war alles andere als fesselnd und ich hab immer mal wieder die Augen zugemacht… nur… ganz… kurz… ich kann… ja einfach… ein bisschen… zuhören… bis mir dann nach ein paar Sätzen auffällt, dass ich ja leider ÜBERHAUPT KEIN KOREANISCH KANN!! 🤦🏼‍♀️

Ob das nötig ist, danach noch mal tief in den Osten zu fahren, um einen Western zu gucken (ich mag übrigens keine Western)… ich weiß es nicht. Immerhin waren wir ganz früh und haben uns die Luxusplätze gesichert. Und ich habe auch nur ein klitzekleines bisschen geschlafen.

< Tag 5Tag 7>

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11


Veröffentlicht in