Berlinale-Tagebuch 2026

Berlinale Tag 8

Freitag, 20. Februar

Ambivalente Angelegenheit hier

Mittlerweile schwanke ich alle zehn Minuten zwischen „Ich hasse es, im Kino zu sitzen und suche mir ein neues Hobby!“ und „Oh, nein! In drei Tagen ist schon wieder alles vorbei!“ Zum Glück stehen heute „nur“ drei Filme auf dem Programm und die auch noch alle in der selben Spielstätte. Entschleunigungstag!

Vielleicht mit Streichhölzern für die Augenlider hätte ich den ersten, wunderschön erzählten und gefilmten Soumsoum, the Night of the Stars würdigen können, aber die Müdigkeit war leider übermächtig und ich habe wieder so einige Minuten nur „zugehört“ (nein, auch arabisch verstehe ich nicht) 😂

Einen großen Kaffee und etwas eisigen Wind um die Nase später war ich dann bereit für Amy Adams‘ Performance als trockene Alkoholikerin in At the Sea. Das hat mich sehr überzeugt und auch ein bisschen mitgenommen. Auch der nächste Film The loneliest Man in Town über einen alten Wiener Blues-Musiker, der vom neuen Investor aus seiner Wohnung, in der er seit seiner Geburt lebt, geekelt werden soll, hat mir sehr gut gefallen. Leise Gesten, große Kapitalismuskritik und absurder Humor im nostalgischen Setting.

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