Lea von Pascal Mercier

Pascal Mercier - LeaDer großartige Pascal Mercier kann Menschen so beschreiben, dass ich mich in ihrem Kopf befinde und manchmal ein bisschen den Weg nach draußen verliere. Umso verstörender und faszinierender ist das Lesen gewesen. Und es war nötig, nachts unter der Bettdecke leise ein Geigenkonzert mit Musik von Bach zu schauen.

Lieblingsstelle

„Und dann, ganz plötzlich, wurde mir klar, daß es immer grausam ist, wenn die Blicke der anderen auf uns ruhen; selbst wenn es wohlwollende Blicke sind. Sie machen Darsteller aus uns. Wir dürfen nicht mehr bei uns selbst sein, wir müssen für die anderen da sein, die uns von uns wegführen. Und das Schlimmste: Wir müssen vorgeben, ein ganz Bestimmter zu sein. Die anderen erwarten das. Dabei sind wir es vielleicht gar nicht. Vielleicht läge uns gerade daran, kein Bestimmter zu sein und uns in einer wohltuenden Vagheit zu verstecken.“

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