The Hate U Give von Angie Thomas

„The Hate U Give“ von Angie Thomas wollte ich unbedingt lesen, da ich im Vorfeld sehr viel  Gutes darüber gehört habe. Es thematisiert Polizeigewalt gegen schwarze Jugendliche und den alltäglichen Rassismus in den USA.

Geschrieben ist es aus der Sicht der 16-jährigen Starr, die zwischen zwei Welten steht. Im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde kann sie sie selbst sein und sich natürlich verhalten. In der „weißen, guten Schule“, die sie besucht, hat sie das Gefühl sich anpassen zu müssen und ihre Identität zu verleugnen. Dies wird immer wieder befeuert durch Bemerkungen oder Handlungen ihrer Mitschüler, aus denen tief sitzender Rassismus spricht. Eines Abends gerät Starr in eine schreckliche Situation. Sie muss mit ansehen, wie ein Polizist ihren Jugendfreund Khalil erschießt, ohne dass dieser eine Bedrohung dargestellt hätte. Daraufhin gerät sie in einen Strudel sehr belastender und teilweise auch gefährlicher Ereignisse.

Der Autorin wird eine realistische Sichtweise auf die gesamte Thematik zugesprochen und ich hatte auch diesen Eindruck. Das macht das Buch sehr wichtig und wertvoll. Die Figuren und Ereignisse sind nicht schematisch oder klischeehaft dargestellt, der innere Kampf von Starr wirkt sehr echt und nachvollziehbar. Durch die Tatsache, dass in den USA immer wieder schwarze Jugendliche von Polizisten erschossen werden, geht das Buch natürlich besonders nahe.

Beim Lesen musste ich hin und wieder schwer schlucken, wenn gewisse Verhaltensmuster thematisiert wurden, die Weiße so an den Tag legen. Seien es vorschnelle Urteile und Zuweisungen oder dumme Fragen. Es gibt noch viel zu lernen. Dieses Buch ist eine wichtige Stimme zur Aufklärung über bewusste und unbewusste rassistische Verhaltensweisen.

Ich habe es auf englisch gelesen, da mir die Original-Sprache in diesem speziellen Fall sehr wichtig war. Ich fand es gut verständlich, musste allerdings manchmal einige „Slang-Wörter“ googlen. Toll war, die ganzen Tänze auf Youtube zu recherchieren. Auf der nächsten Party könnte ich jetzt glatt versuchen, beim Nay-Nay oder Wobble mit zu tanzen.

Bei amazon gibt es weitere Infos, das Buch gibt es beim freundlichen Buchladen um die Ecke 🙂

Finger eingeklemmt – was ist zu tun?

Achtung, nichts für schwache Nerven 😉

Im November habe ich mir böse den Finger geklemmt. Meine Google-Recherche nach wichtigen Sofort-Maßnahmen war nicht besonders erhellend und deshalb schreibe ich jetzt selbst etwas darüber. Weitere Bilder erspare ich euch aber, das sah in keinem Stadium wirklich schön aus!

Wenn der Fingernagel lila-blau-schwarz anläuft nach dem Klemmen oder Quetschen, hat es euch richtig erwischt. Vermutlich tut es auch sehr weh. Ich hatte sehr starke, klopfende Schmerzen und konnte in der Nacht kaum schlafen. Hätte ich mal gewusst, was zu tun ist.

Wenn der Fingernagel blau anläuft, weil Blut darunter läuft, entsteht ein zu großer Druck, wodurch der pochende Schmerz verursacht wird. Dabei hilft – ja, das haben mir zwei Ärzte bestätigt und dies auch getan – den Fingernagel mit einer Nadel aufzubohren und das Blut ablaufen zu lassen. Klingt furchtbar, bringt aber sofort unglaublich Linderung. Einfach beherzt irgendwo leicht schräg ein Loch in den Nagel bohren. Manche sagen, man soll die Nadel vorher heiß machen, das war mir aber zu gruselig und das hat der Arzt auch nicht gemacht. Wichtig: Sowohl der Fingernagel, als auch die Nadel müssen vorher natürlich desinfiziert werden. Zum Glück hatte ich mir kurz vorher diese Alkoholtupfer bestellt, die kann man immer gut gebrauchen, falls man sich mal verletzt hat.

Nachdem ich dies ein paar Tage lang abends gemacht hatte, hörte es auf, unter dem Nagel zu bluten. Dann braucht man eine Menge Geduld. Es dauert mindestens drei bis fünf Monate, bis der Nagel wieder herausgewachsen ist. Eventuell fällt er in dieser Zeit auch irgendwann ab. Dies hängt laut meinem Arzt davon ab, wie schnell man den Druck unter dem Nagel ablässt.

Bei mir ist es jetzt ca. fünf Monate her und obwohl ich zwischendurch nicht mehr dran geglaubt habe, sieht der Fingernagel wieder zu 95% normal aus. Hurrah!

+++ Wichtig: Auch wenn diese Methode bei mir hervorragend funktioniert hat, übernehme ich natürlich keine Haftung, dass das bei jedermann/frau so ist! Nachahmung geschieht völlig auf eigene Gefahr! +++

Ellbogen von Fatma Aydemir

Puh. Das Buch ist hart. Hazal, die Protagonistin, ist eine wütende, enttäuschte junge Frau. Enttäuscht vor allem von ihrem Leben als „Türkisch-Deutsche“, den alltäglichen Diskriminierungen und der Chancenlosigkeit, die sie in ihrem Leben fühlt. Dementsprechend teilt sie nach allen Seiten aus, sie hasst die Deutschen, hasst die Flüchtlinge, hasst ihre Eltern, aber vor allem sich selbst.

Ohne berufliche oder anderweitige Zukunftsperspektive lässt sie sich durch ihr Leben treiben und gerät schließlich in eine Situation, in der sich ihre ganze Frustration auf schreckliche Weise entlädt.

Das Buch spielt in Berlin und in Istanbul und nimmt sehr viel Bezug auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse, was mir gut gefallen hat. Im letzten Teil wirkt es leider etwas hastig und oberflächlich. Zudem hat es ein offenes Ende, das mich eher ratlos zurückließ.

Ich sehe ein wenig die Gefahr, dass viele LeserInnen hier ein Vorurteil vom aggressiven, integrationsunwilligen Migranten bestätigt sehen, da Hazal sich so extrem und teilweise klischeehaft verhält. Obwohl schon klar ist, dass dies die Folge lebenslanger Enttäuschungen und Widrigkeiten ist, hätte man dies vielleicht etwas deutlicher herausarbeiten können. Ihre Freundinnen, die alle sehr verschieden sind, brechen dies zum Glück etwas auf.

Als „Deutsch-Deutsche“ fand ich es sehr schlimm so eindrücklich zu lesen, wie schrecklich es sich hier teilweise anfühlt, wenn man nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehört. Das ist natürlich nicht überraschend, aber in dieser Deutlichkeit bekommt man es selten um die Ohren gehauen, jedenfalls nicht, wenn man nicht aktiv danach sucht. Ich finde es daher, trotz der Klischeehaftigkeit, ein sehr wichtiges Buch.

Fatma Aydemir hat übrigens auch einen Twitter-Account.

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Sleeptimer beim iPhone einstellen

Diese Funktion gibt es soweit ich weiß schon mindestens seit dem iPhone 3GS, aber ich treffe immer wieder mal auf jemanden, der sie nicht kennt bzw. nicht weiß, wo man den Sleeptimer einstellen kann und deswegen schreibe ich das jetzt mal auf.

Wenn eine App also keinen eigenen Sleeptimer hat (audible.de hat z.B. einen), dann kann man ihn folgendermaßen einstellen:

  1. Die „Uhr“-App öffnen
  2. Auf „Timer“ gehen
  3. Einen Zeitraum für den Sleeptimer auswählen
  4. Bei „Timer-Ende“ die Option „Wiedergabe stoppen“ auswählen (ganz unten)
  5. „Start“ drücken und Augen zumachen 😉

Teriyaki-Tofu mit Gemüse

  • Tofu (natur)
  • Mangold
  • Champignons
  • Nudeln
  • Sojasauce
  • Sriracha-Sauce
  • Erdnussbutter
  • Sesamöl
  • Sesamkörner
  • Brauner Zucker

Aus dem Sesamöl, der Sojasauce, der Erdnussbutter, gepresstem Knoblauch, Sriracha-Sauce und braunem Zucker die Marinade anrühren. Den Tofu in Würfeln frittieren, bis er goldbraun ist und ein paar Stunden in der Marinade lassen. Dann Mangold, Champignons und den Tofu in der Marinade und etwas Öl dünsten, mit den Nudeln vermischen und Sesam zum garnieren darüberstreuen.