Service ist alles

Mein gestriges Telefonat mit Photo Porst in MG:

Foto-Frau: PHOTO PORST !!??

Ich: Guten Tag, XY hier, ich habe eine Frage. Kann ich bei Ihnen 120er Rollfilme entwickeln und Abzüge davon machen lassen und wenn ja, können Sie mir sagen, was das kosten würde?

Foto-Frau: Ja das geht.

[pause]

Ich: Und, ehm, können Sie mir sagen, was das kostet?

Foto-Frau: Das weiß ich nicht.

[pause]

Ich: Mhhhmm…?

Foto-Frau: Das ist teuer! Da müsste ich im Labor nachfragen.

[pause]

Ich: Ehm.. Ja? Und würden Sie das tun?

Foto-Frau: Die sind schon weg.

Ich: Könnten Sie morgen nachfragen?

Foto-Frau: Dann müssen Sie morgen nochmal anrufen!

Ich: OK, dann  versuche ich es morgen.

Foto-Frau: Ja. klick

Ich: ???

Ich suche mir jetzt einen EXTRA BILLIGEN Internet-Anbieter! Und es mir egal, dass ich dabei auf den tollen persönlichen Service der lokalen Geschäfte verzichten muss!

Teilen:

10 thoughts on “Service ist alles”

  1. Öhm, ich finde da nur „Hardware“-Verkauf. Oder soll ich mir lieber direkt ein eigenes Labor zulegen, um solche Gespräche in Zukunft zu vermeiden? 😉

    Was DM angeht… Die entwickeln mir den Film, machen aber keine Abzüge. Die habe ich jetzt beim ersten Mal in einem Fotoladen in Rheydt machen lassen, aber 2€ pro Abzug, puuuh!

  2. Die lokalen Dienstleister jammern gern über das böse Internet, das ihnen die Kunden nimmt, o ja.

    Servicewüste Deutschland, ein Albtraum. Ich hatte Anfang 2010 das Problem, dass mir an meiner Brille ein Nasenpad abgebrochen war. Das nächstgelegene Optikfachgeschäft (das, so hat es zumindest den Anschein, inzwischen bis auf eine oder zwei im wesentlichen alle Optikerfilialen in meiner Heimatstadt übernommen hat) konnte mir da leider nicht helfen. Es stand zwar „Optikermeisterin“ auf dem Namensschild der Dame, aber eine Reparatur konnte sie mir nicht anbieten – ein neues Gestell wollte sie mir aber gern verkaufen und meine alten Gläser passend einschleifen, doch Lötarbeiten an Brillengestellen seien viel zu aufwändig, das mache vermutlich keiner mehr (ich hab‘ dann doch noch einen gefunden).

    Viele Foto-Fachgeschäfte sind inzwischen mit Dienstleistungen jenseits von „Ausdrucke direkt von SD-Card“ überfordert, viele Optiker reparieren keine Brillen mehr. Beispiele aus anderen Branchen gibt es sicher auch, wenn man genauer nachdenkt. Doch lokale Dienstleistungsunternehmen, die sich selbst genau die Alleinstellungsmerkmale nehmen, die „das Internet“ eben gerade nicht anbieten kann, müssen sich nun auch nicht wundern, wenn die Kunden „ins Internet“ abwandern – weil sie da mindestens denselben Service bekommen wie vor Ort, aber für weniger Geld, rund um die Uhr und nach Hause geliefert.

  3. Foto PORST??? Nee, is klar! Hab ich Dir ja direkt gesagt, dass ich da keinen Fuß mehr rein setze!

    Wenn es nach denen gegangen wäre, wäre ich nie zu einer Spiegelreflex gekommen. Damals lag mein Interesse bei einer Canon 450d – halt einem Hobby-Modell. Ich wollte ausprobieren inwieweit ich mit der Fotografie wirklich glücklich werde, aber mir nicht das günstigste Modell (1000d) zulegen. Die gute Frau meinte dann nur: „Also nee, so einen Plastikbomber auf keinen Fall! Entweder was anständiges, oder eine Bridge-Cam!“ DAS war damals das Verkaufsgespräch. Heute habe ich den Nachfolger des Plastikbombers (550d) und Kesro ist mit meiner alten 450er noch immer zufrieden. Dazu liegen in meiner Fototasche mittlerweile 3 weitere Objektive.
    Das ganze Geld hätte ich wirklich gerne beim lokalen Handel gelassen. Aber hey, wer nicht will…

  4. Eeeeeh, so jetzt bin ich wach! Also ich meinte Foto Weidner. Auch ein lokaler Händler, auch eine üble Bedienung… Ich entschuldige mich hiermit bei Foto Porst. Aber die scheinen auch großartig zu sein! 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.