Smarthome für Anfänger: Energie sparen und die Wohnung sichern

innogy Smarthome AppSmarthome in der Wohnung – Lohnt sich das?

Schon lange war ich ein bisschen neidisch auf den Chef und sein Smarthome-System von innogy, mit dem er sein gesamtes Zuhause und das Büro steuern kann. Licht, Heizung, Alarmanlage, Jalousien – per App kann er alles konfigurieren und automatisch oder manuell ein- und ausschalten. Als Sparfuchs, der ich nunmal bin, haben mich vor allem die Möglichkeiten interessiert, wie man besonders effizient und einfach heizen und lüften kann. Allerdings erschienen mir die Kosten für die Anschaffung eines solchen Systems immer etwas zu hoch. Vor einiger Zeit gab es aber bei Amazon ein tolles Angebot und ich habe endlich zugeschlagen 🙂

innogy Smarthome Starter-Set: Was man alles braucht

Um beispielsweise die Heizung in der Wohnung zu steuern, benötigt man zunächst die Zentrale. Sie ist das Kernstück des Systems und koordiniert alle angeschlossenen Geräte. Um die einzelnen Heizkörper zu steuern, muss man an jeden Heizkörper (oder jeden, den man anschließen möchte) ein Thermostat anbringen. Bei unseren Heizkörpern ging dies auch ohne die mitgelieferten Adapter problemlos. Auch die Einbindung ins Smarthome-System lief reibungslos. Mit diesen Geräten ist man dann schon ganz gut ausgestattet und kann die Heizung steuern und das Raumklima bezüglich Luftfeuchtigkeit überwachen.

Mit Szenarien automatisch die Temperatur regeln

Mit diesem Smarthome-Set-Up kann man dann verschiedene Szenarien einrichten, die die Temperatur in der Wohnung nach individuellen Wünschen steuern. Zum Beispiel wird bei uns die Heizung in allen Räumen auf eine Grundtemperatur heruntergfahren, solange wir nicht zu Hause sind. Umgekehrt wird sie auf unsere Wohlfühltemperatur hochgefahren, wenn wir nach Hause kommen. Und morgens, vor dem Aufstehen, wird das Bad schon mal vorgeheizt, damit der Schock nach dem Aufstehen nicht allzu groß ist 😉

Außer der Temperatur messen die Thermostate auch die Luftfeuchtigkeit. Auf Wunsch kann man sich z.B. benachrichtigen lassen, wenn der Wert in einem Raum die kritischen 70 % überschreitet, um Schimmelbildung zu vermeiden. Spätestens dann sollte man mal das Fenster aufmachen.

Noch mehr Komfort – Beim Lüften die Heizung automatisch ausschalten

Wenn man es noch ein bisschen komfortabler haben möchte, kann man sein Smarthome-System noch um Fenster- und Tür-Sensoren ergänzen, die das Öffnen und Schließen registrieren. Dann wird durch ein enstprechend eingerichtetes Szenario automatisch die Heizung heruntergeregelt, so lange das Fenster offen ist. Hier kann man auch eine Verzögerung einbauen, so dass ein nur kurzes Öffnen von Fenstern und Türen keinen Effekt auf die Heizung hat.

Mehr Sicherheit: Türen und Fenster überwachen

Die oben beschriebenen Sensoren lassen sich auch dazu nutzen, die Türen und Fenster zu überwachen. Hier gibt es ebenfalls viele, teils ziemlich raffinierte Konfigurationsmöglichkeiten. So kann man zu bestimmten Zeitpunkten oder unter bestimmten Bedingungen über Rauchmelder einen Alarmton auslösen, sich auf dem Smartphone benachrichtigen lassen und/oder alle Lichter angehen lassen, wenn Türen oder Fenster geöffnet oder Bewegungsmelder getriggert werden. Die Möglichkeiten sind hier fast unendlich, ebenso wie die ganzen Geräte, die man in sein Smarthome-System integrieren kann.

Kompatibilität mit Geräten anderer Hersteller

Apropos „die ganzen Geräte“… Das innogy-Smarthome-System lässt sich nicht nur durch innogy-Geräte erweitern. Es funktioniert z.B. auch mit Netatmo, mit dem man Wetter und Luftqualität überwachen kann oder mit dem Beleuchtungssystem Philips Hue, mit dem man seine Räume mit verschiedensten Szeanarien in stimmungsvolles oder produktives Licht tauchen kann. Nur ein kleines Beispiel: Wenn im Büro der CO2-Wert in der Luft über 1.000 ppm steigt, blinkt das Licht an der Decke. Wenn wir dann das Fenster öffnen zum Lüften, geht die Jalousie ganz hoch und die Heizung aus 😉

Mein Fazit

Zu den genauen Einsparungen kann ich erst etwas sagen, wenn wir die endgültige Abrechnung vom Vermieter bekommen. Bisher sieht es allerdings so aus, als sei der Verbrauch bei höherer Raumtemperatur genauso hoch wie im Vorjahr. Das würde bedeuten, dass wir die Anschaffungskosten des Smarthome-Systems locker herausbekommen.

Komfortabel ist es in jedem Fall. Vorher hatten wir einfache, programmierbare Heizkörperthermostate. Diese schalteten zwar auch z.B. abends die Heizung an, aber unabhängig davon, ob wir wirklich zu Hause waren oder nicht. Ebenso „verständigten“ sie sich nicht untereinander und die Konfiguration war im Vergleich ziemlich aufwändig. Und wenn man generell so wie wir Spaß an Technik hat, ist so ein Smarthome-System natürlich auch ziemlich cool 😉