Sonntags-Theater

Nachdem der Chef uns im Juni so einen tollen Abend beim Shakespeare-Festival im Globe beschert hat, stand definitiv fest: Wir wollen nochmal und nochmal ins Theater gehen! Anfang Oktober fing dann die neue Spielzeit im frisch brandgeschützten Theater Rheydt Mönchengladbach an.

Das erste, das wir uns herausgesucht haben, war Hedda Gabler:

Hedda Gabler - Theater MG

Ich hatte mal dunkel davon gehört. Etwas heller auch von Henrik Ibsen. Aber das war es dann auch. Deswegen kann ich auch nicht beurteilen, ob es eine „gute“ Inszenierung war. Mir hat sie jedenfalls gefallen, vor allem Hedda Gabler selbst. Und die Story liefert durchaus Stoff für Filme dieser Zeit, also war es nicht mal verstaubt. Was mich aber auch nicht gestört hätte.

Die Male, die ich in meinem Leben im Theater war, kann ich übrigens an meinen Händen abzählen. Aber wieso eigentlich? Nicht nur war ich beim Deutsch-Leistungskurs mit voller Leidenschaft dabei, auch war alles, was ich gesehen habe, richtig toll. Jedenfalls, wenn wir mal die Operette „Der Bettelstudent“ vergessen, aber die fand meine Oma schön und ich fand es schön, sie zu begleiten. Nathan der Weise, Romeo und Julia, Der Nussknacker, Neununddreißig Neunzig, Viel Lärm um Nichts, Endstation Sehnsucht… Nichts davon ist schuld, dass sich das Theater in ein jahrelanges „Man-könnte-mal-wieder“ verwandelt hat.

Aber am Sonntag war es endlich soweit. Nach dem kleinen Schreck, dass außer uns eigentlich nur sehr schick gemachte Senioren ab 65 in die Vorstellung gingen, fühlte es sich gerade zu revolutionär gut an. Traurig eigentlich, oder? Nichts gegen alte Menschen, absolut nicht, aber ich denke, die Schauspieler würden sich über ein gemischteres Publikum auch freuen. Vor allem auch über ein nachhaltiges *hust*

Uns haben sie jedenfalls gewonnen. Das nächste, das auf dem Plan steht, ist „Bahman Bagdad„. Die Karte ist schon besorgt und ich bin sehr gespannt.

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2 thoughts on “Sonntags-Theater”

  1. Ich nehme mir ein Beispiel an euch und gehe am Mittwoch mit einer Freundin in „Die Komödie“ (also so heißt das Haus, nicht das Stück) und am 1.12. ins English Theater!

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