Wie man ein Mountainbike verkehrssicher macht

Hurrah, ich habe wieder ein Mountainbike!

Mein „altes“ Mountainbike wurde ja leider in Essen geklaut, obwohl es abgeschlossen im Keller stand. Dabei hatte ich es noch gar nicht so oft benutzt und hatte gerade richtig Gefallen daran gefunden, damit über Stock und Stein zu brettern. Leider war das Bike ein echtes Schnäppchen gewesen und die Versicherung hatte auch noch eine Selbstbeteiligung, so dass ich über das Geld, das ich bekommen habe, leider nur müde lächeln konnte. An ein neues war leider erst mal nicht zu denken. Ein sehr edler Spender hat mir aber an meinem Geburtstag vor Kurzem eine riesige Überraschung und Freude bereitet – und jetzt habe ich wieder eins 😉

Zur Arbeit radeln und vor der Polizei verstecken

Natürlich wollte ich es so schnell wie möglich wieder fahren und da ich momentan so sportlich bin habe ich mich nach Jahren mal wieder dazu durchgerungen, den morgendlichen Weg zur Arbeit von immerhin 14 km mit dem Fahrrad zu fahren. Dabei gab es nur einen Haken. So ein Mountainbike kommt leider überhaupt nicht im verkehrssicheren Zustand. Normalerweise fährt man es ja im Wald und da ist es (glaube ich) egal. Es sieht zwar in seinem Ursprungszustand sehr schick und minimalistisch aus, aber wenn ein strenger Polizist mich mitten in der Stadt damit gesehen hätte, wäre ich ein paar Euro Strafe losgeworden. Diesen Betrag wollte ich dann doch lieber direkt in die richtige Aufrüstung des Fahrrads investieren.

Wie mache ich mein Mountainbike verkehrssicher?

Hierzu habe ich mich beim ADFC schlau gemacht, der eine sehr informative Grafik auf seiner Website hat. Demnach sind die folgenden Dinge Pflicht, um eine Mountainbike verkehrssicher zu machen:

Beleuchtung

Vorne braucht man einen Scheinwerfer und hinten ein Rücklicht. Meist kann man dies im Paket kaufen. Wenn man die Beleuchtung nachrüstet, ist es natürlich viel einfacher, wenn die Lampen batteriebetrieben sind, weil man sonst einen Dynamo montieren muss.

Reflektoren

Reflektoren benötigt man ebenfalls vorne und hinten (sofern nicht in Scheinwerfer und Rücklicht integriert). Ebenso an den Pedalen und an den Speichen, sofern die Reifen keine Reflektionsstreifen haben.

Klingel

Auch eine Klingel ist verpflichtend und ich muss sagen, auch ziemlich sinnvoll. Ich habe letztens laut „Dingdong“ gerufen, als ich auf einen Mann zufuhr, der mitten auf dem Radweg spazierte. Das hatte leider nicht die gewünschte Wirkung 😉

Fun Fact: Ich hätte die Teile beinahe amazon gekauft, weil es so einfach ist. Dort hätte das ganze Paket ganze Paket 62,56 € gekostet. Beim lokalen Händler (in diesem Fall Radland Kirchhartz in Büttgen) dagegen nur 47,80 €. „Support your local dealer“ kann sich also auch finanziell lohnen!

Schnell top ausgerüstet!

Alle Teile waren schnell angebracht und montiert. Außer einem Kreuzschraubenzieher und einem Inbusschlüssel (der bei den Lampen dabei war), brauchte man nichts. Jetzt, wo mein Mountainbike verkehrssicher ist, muss ich mich nicht mehr nach der Polizei umgucken, wenn ich fahre. Obwohl ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob es erlaubt ist, während der Fahrt ein Hörbuch über Kopfhörer zu hören…

Und so sieht das ganze dann aus

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2 thoughts on “Wie man ein Mountainbike verkehrssicher macht”

  1. Reflektoren in den Speichen braucht man aber nur, wenn die Reifen keinen Reflektionsstreifen haben. Ok, ich sehe, Du brauchst sie 😀

    Ich finde das sehr gut, also mit dem Rad zur Arbeit. Ich freue mich auch wieder, wenn ich endlich wieder Rad fahren kann. 14 Kilometer finde ich pers. eine schöne Entfernung … nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Viel Spaß!

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