Zug der Erinnerung

Zug der ErinnerungIn den letzten Tagen stand in Mönchengladbach am Hauptbahnhof der Zug der Erinnerung.

Dies ist eine kleine, sehr eindrückliche Ausstellung, die vom Schicksal verschiedener Kinder erzählt, die mit der Reichsbahn deportiert und dann im KZ ermordet wurden. Durch die Bilder und namentlichen Berichte geht es einem wirklich sehr nahe und die stickige Enge mit den ganzen Besuchern, die alle schweigen, unterstreicht die Atmosphäre noch einmal sehr deutlich.

Unfassbar ist auch, wie die Deutsche Bahn mit dem Thema umgeht. Nicht nur kassiert sie tausende (!) von Euros, um den Zug auf einem nicht im normalen Bahnhofsbetrieb genutzen Gleis stehen zu lassen, sondern es wird auch deutlich, wie lapidar sie mit der Vergangenheit ihrer „Vorgänger-Institution“ umgeht. So verschwieg der Jubiläumsfilm der Bahn in den 80ern sämtliche Verantwortung und pries die Zeit während des zweiten Weltkriegs als eine Zeit großer technischer Innovationen an.

Passend dazu gibt es auch die Zeitzeugen, wie z.B. ehemalige Mitarbeiter, die „nur“ die Fahrpläne erstellt haben und „natürlich“ von alledem nichts wussten.

Die Ausstellung ist auf jeden Fall empfehlenswert und kann in den nächsten Wochen hier noch angesehen werden:

Viersen (Sonntag, 13. März – Dienstag, 15. März)
Grevenbroich (Mittwoch, 16. März – Donnerstag, 17. März)
Neuss (Freitag, 18. März – Samstag, 19. März)
Krefeld (Sonntag, 20. März – Dienstag, 22. März)
Heinsberg (alternativ Erkelenz) (Mittwoch, 23. März – Donnerstag, 24. März)
Geilenkirchen (Freitag, 25. März – Samstag, 26. März)
Herzogenrath (Sonntag, 27. März – Dienstag, 29. März)
Stolberg (Mittwoch, 30. März – Donnerstag, 31. März)
Düren (Freitag, 01. April – Samstag, 02. April)
Aachen (Sonntag, 03. April – Mittwoch, 06. April)
Schleiden (Donnerstag, 07. April)
Hellenthal (Freitag, 08. April)

(Quelle: www.zugdererinnerung.de)